In den vergangenen Wochen beobachten wir aufgrund der anhaltenden Trockenheit vermehrt sogenannte Grünast- bzw. Sommerbrüche. Dabei können auch äußerlich gesunde und vitale Bäume plötzlich größere Äste verlieren – häufig ohne erkennbare Vorwarnung.
Um diesem Versagen vorzubeugen, empfehlen wir unseren Kunden, präventiv insbesondere bei geschwächten Bäumen, Bäumen an schwierigen Standorten oder auch im Falle eines bereits erfolgten Grünastbruchs eine Optimierung des Wasserhaushalts am Baumstandort.
Mit Hilfe eines Tensiometers, einem sog. Bodenfeuchtemessgerät lässt sich feststellen, ob der erhaltenswerte Baum unter Wassermangel leidet. Die Technik lässt es sogar zu, dass der Tensiometer diese Information auch auf unser Smartphone liefert.
So hat eine Altbuche z.B. einen Wasserbedarf von etwa 300 Liter Wasser pro Tag. Wenn das Bodenwasser diese Wassermengen nicht mehr auf natürliche Weise hergibt, wird der Baumeigentümer darüber informiert und der Baum sollte bedarfsgerecht bewässert werden. Diese Maßnahmen optimieren den Wasserhaushalt des Baumes und können dazu führen, dass der Altbaum die Hitzezeit gut übersteht.
Sollte ein Baum einen sog. Grünast- oder Sommerbruch erlitten haben, empfehlen wir allen Baumbesitzern, den Baum hinsichtlich seiner Verkehrssicherheit und Vitalität überprüfen zu lassen.
Diese Empfehlung sprechen wir insbesondere bei bedeutsamen oder kulturhistorisch wichtigen Zeugnisbäume aus. Selbstverständlich sollte eine Bewässerung mit Augenmaß erfolgen und der Wasserverbrauch zum Erhalt eines Baumes stets verhältnismäßig und fachlich fundiert sein.
Die o.g. Bewässerungsmaßnahmen lassen sich natürlich nicht auf alle unsere Altbäume in Parkanlagen, Straßen oder Wälder übertragen, um diese vor Hitzestress zu bewahren.
Bei Neupflanzungen empfehlen wir all unseren Kunden möglichst hitzetolerante Bäume zu pflanzen, welche zukünftig mit den sich verändernden Klimabedingungen besser klarkommen.


